Ein Monat anno 1826...

Ein Dank vorweg an TVA, die mein Haus mit einem freundlichen Besuch geehrt haben: TVA Reel

Das Augustin-Wagner-Geburtshaus in Reichenbach am Regen


Im Eingang heißt fließendes Wasser den Besucher willkommen. Wie das schon annodazumal möglich war seht ihr hier.

Der Ofen ist der Mittelpunkt des Lebens. Ohne ihn läuft gar nichts...seine Wartung und Funktionsfähigkeit hat oberste Priorität. Ohne Ofen keine Heizung, keine Nahrung und keine Desinfektionsmittel wie siedendes Wasser. Einmal im Monat muss der Herd in der Küche gereinigt werden. Die Prozedur dauert etwa zwei Stunden und wer ihn putzt wird unvermeidlich von Kopf bis Fuß zum Aschenputtel...

Der Ofen - Heizung und Kochstatt im Hause


Mein Rezeptbuch


Was im Frühling in der Natur gesammelt, gekocht und gegessen wurde, reichte oft nicht aus zum Überleben. Man musste manches auf dem Wochenmarkt dazu kaufen oder von Bauern in der Nachbarschaft erstehen, die oft mit einer Fuhre saisonaler Erzeugnisse durch die Dörfer fuhren. Einblick in eine frühjährliche Gemüsekiste findet ihr hier...

Natürlich sind auch eigene Produkte landwirtschaftlicher Urproduktion von größter Bedeutung für den Verkauf, den Tausch und das Überleben...



Dennoch ist der Lenz die Zeit des Hungers und der Not, denn die Vorräte des Winters sind aufgebraucht und frisches Gemüse und Korn muss erst angebaut werden und bis zum Herbst heranreifen, ehe man ernten kann. Wie man die vielen Monate bis dahin überbrückt, wie man sich ernährt und welches Lebensmittel das wichtigste überhaupt in Notzeiten ist, könnt ihr Ende des Jahres in meinem ersten "Tagebuch einer Zeitreisenden" nachlesen. Dort ist zusätzlich mein Rezeptbuch enthalten mit allen Anleitungen für die Herstellung haltbarer Lebensmittel, Kosmetikprodukte und Reinigungsmittel für zwölf Monate. Alle Rezepte sind von mir erprobt und ergeben naturreine Produkte, die gesund sind für jedermann.

Eine der bedeutendsten Erkenntnisse meiner ersten Wochen "vor 200 Jahren" ist die, dass unsere Vorfahren früher tatsächlich sauberer (!) waren als wir heute! Ihr glaubt es nicht? Dann bleibt an meinen Publikationen dran! Die Menschen früher waren kräftiger, immunstärker und gesünder, weil sie sich wirksamer reinigten. Haut und Haar waren reiner als heute, weil es keimfrei gehalten wurde, während unsere modernen chemischen Produkte durch künstliche Gerüche Sauberkeit nur suggerieren, aber durch Emulgatoren und unnatürliche Zusatzstoffe die Hautbarrieren verletzen und damit Keimen die Ansiedelung ermöglichen und freien Eintritt in den Körper gewähren - Ursache vieler chronischer Krankheiten, Ekzeme, Pilzinfektionen und septischer Vorgänge! Je öfter man z.B. mit künstlichen Mitteln  duscht, umso mehr Keime unterschiedlichster Art tummeln sich auf der Haut - Ansteckungen, Eiter- und Aknebildungen, Immunerkrankungen, Darminfektionen, Reiz-Darm, Blut- und Lympherkrankungen ect. sind die Folge.  Sauber sein geht anders...

Das Thema alter Krankheiten kommt immer wieder auf. Pest, Cholera und Infektionen der ärmeren Stände, sowie Ursachen und Bekämpfung von Epidemien. Auch dazu habe ich nicht nur intensiv recherchiert und überraschende Entdeckungen gemacht, sondern auch mit modernen Heilpraktikern und Ärzten gesprochen. Alle Recherche-Ergebnisse werden ebenfalls in meiner Publikation erscheinen!

Weiter geht es um die wichtige Frage der Kleidung das ganze Jahr über. Was wärmt im Winter? Wann wird genäht und gestrickt - erst im Herbst oder in der geschäftigen, arbeitsreichen Zeit des Frühlings? Und wie sieht die Kleidung und das Privatleben allein stehender Frauen aus, die sich schützen müssen...

Spinnrad und Nähtruhe

Alltagskleidung und Festgewänder schneidere ich selbst, so gut es meine Zeit zulässt. Wenige wichtige Schnitte bleiben die Grundlage für das tägliche Bekleiden - für Arbeit in Wald, Feld, Garten, Haushalt und...zu Festladung! Hierzu bald mehr! Ich halte euch getreulich alle wichtigen Belange schriftlich fest...

...und suche derweil noch nach passender Feder und Tinte für das derzeitige Papier.

PS: Da ich kaum Technik mehr verwende, kein Handy nutze und keinen Strom im Haus habe, bin ich digital nicht mehr erreichbar, nur noch analog. Die nächsten Monate wird es daher keine Updates auf diesem Blog geben.
Solltet ihr mich persönlich finden oder erreichen wollen, freue ich mich sehr über Brief oder Postkarte - beides wird eigenhändig von mir beantwortet!

Knabenherz






Bildmaterial: Knabenherz;

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