Anno 2026 eröffnete die Schriftstellerin und Mezzosopranistin Astrid Mathyshek einen literarisch-musischen Salon in der Tradition der europäischen Salonnières.
Der "Grüne Salon" befindet sich auf dem Land in der kleinen Ortschaft Reichenbach im Regental. Es finden dort Veranstaltungen in den Bereichen Literatur, Musik und statt, die alle dem christlichen Geist des Hauses und der deutschen Kultur Rechnung tragen. Die Ausgestaltung des Salons steht ebenfalls in der Tradition der europäischen Salonkultur und ist als Gartensalon eine Hommage an das Treillage-Konzept historischer Innenarchitektur um die Jahrhundertwenden 1800 und 1900.
Gleichzeitig ehrt die Eröffnung das Leben und Wirken des katholischen Märthyrers
Augustin Wagner, der 1898 im historischen Haus geboren wurde und als Priester sein Leben für die Liebesbotschaft Jesu gab.
2026 ließ Astrid Mathyshek eine Gedenktafel an dem historischen Wohnhaus anbringen. Sie sicherte überdies im Haus Dokumente und historische Artefakte, die bei Renovierungsarbeiten auf dem Dachboden und im Haus gefunden worden waren, darunter solche, die von Augustin Wagner in Zeitungspapier eingewickelt dort versteckt worden waren. Es handelt sich vor allem um eine Publikation des Vatikans, der seine Priester im Kampf gegen das "Neuheidentum" bestärkte. Augustin Wagner hatte Unterstreichungen vorgenommen, ehe er das Dokument zwischen Holzritzen verbarg. Die Zeitungsfragmente waren nur noch in Fetzen vorhanden, das Dokument durch Feuchtigkeit schwer verdunkelt, aber noch vollständig lesbar. Es erfolgte außerdem die Weiterleitung des Fundes an das Bistum Regensburg.
Gedenktafel am Geburtshaus des Märtyrers Augustin Wagner
Neugierige und Gäste können sich ab März jedes Wochenende zu Besuch in der historischen Welt umsehen, sich für ein Erlebnis-Wochenende anmelden, einen Kurs in Musik & Stimmbildung buchen oder eine literarische Lesung besuchen. Mathyshek selbst wirkt als Salonnière, Autorin und Sängerin. Anmeldungen und Infos unter: + 49 (0) 9464 - 911344.
Das Haus unterhält außerdem eine kleine Ausstellung für Interessierte. Es war nach dem Tod Augustin Wagners im Besitz seiner Schwester Frieda Wagner. Diese hatte die ehemalige Baderstube des Vaters in einen Kramerladen umgewandelt, den sie bis zu ihrem Tod führte. Sowohl von der Zeit des Hauses als Baderstube wie auch von der Nutzung als Kramerladen zeugen Funde von Dachboden, Treppenhaus und Gärten, wo alte Münzen und Dokumente aus der Zeit zwischen 1850 und 1930, ebenso wie Zähne und Knochenstücke, sowie private Memorabilia der Familie auftauchten, die teils zu besichtigen sind.
Der Grüne Salon im historischen Geburtshaus von Augustin Wagner
Auch die Ausstellung über die Wittelsbacher Schwestern Kaiserin Elisabeth, Prinzessin Helene und Königin Marie von Neapel, Herzoginnen in Bayern und Kinder des 19. Jahrhunderts, ging im Frühjahr '26 in die nächste Runde und lud Besucher ein, historische Repliken sowie Originale selbst aus Wittelsbacher Besitz zu besichtigen und dabei herauszufinden, welche interessante Verbindung es zum Haus der ehemaligen Kramerin Frieda Wagner gibt...
indirekter Verbindung zu Augustin Wagners Umfeld...
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